Die drei häufigsten Fehler, die Eltern begehen, wenn Kinder ihnen ihre Sorgen anvertrauen

1. Eltern nehmen sich zu wenig Zeit ihren Kindern zuzuhören

In unserer heutigen hektischen Zeit ist gerade Zeit ein besonders wertvolles Gut. Eltern nehmen sich oft nicht die Zeit sich den Problemen ihrer Kinder voll und ganz zu widmen. Die Gedanken sind noch beim letzten Gespräch mit unserem Arbeitskollegen, bei dem was wir gerade gemacht haben, bevor das Kind uns unterbrochen hat oder bei der nächsten Aufgabe, die wir erledigen möchten. Das Telefon oder die Tür klingelt und lenkt uns vom zuhören ab. Dabei ist es gerade wichtig den Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass wir uns Zeit für sie nehmen. Legen wir unsere Sachen beiseite und schenken ihnen unsere Zeit, geben wir ihnen das Gefühl wichtig zu sein. Dies steigert ihr Selbstwertgefühl und somit auch ihr Selbstbewusstsein und erhöht das Vertrauen in uns Eltern.

2. Eltern schaffen keinen entsprechenden Rahmen für die Unterhaltung

Viele Probleme werden zwischen Tür und Angel besprochen, anstatt der wichtigen Unterhaltung einen richtigen Rahmen zu schaffen. Berichten uns die Kinder von ihren Problemen, offenbaren sie uns den Schmerz der auf ihrer Seele liegt. Den Kindern fällt es viel leichter sich uns in einer gemütlichen und vertrauensvollen Umgebung anzuvertrauen.
Tab
Gehe mit deinem Kind zu einem gemütlichen Ort, wie zum Beispiel eurem Wohnzimmer. Setze dich auf Augenhöhe mit deinem Kind und biete ihm etwas zu trinken an. Lasse dich von keinem Telefon oder Türklingel ablenken, sondern bleibe mit deiner vollen Aufmerksamkeit bei deinem Kind.

3. Eltern nehmen sich zu wenig Zeit ihren Kindern zuzuhören

Die Eltern hören zwar auf der einen Seite ihrem Kind zu, doch auf der anderen Seite kreisen in ihrem Kopf bereits die Möglichkeiten, wie sie das Problem lösen können. Sie möchten ihrem Kind sofort weiter transportieren, wie es zu fühlen und zu denken hat, ihm Ratschläge erteilen oder sogar anstelle des Kindes handeln. Die Kinder fühlen sich bei solch einem Verhalten oft im Stich gelassen, unverstanden und überrumpelt. Dies kann sogar zur Folge haben, dass Kinder ihren Eltern gar nicht mehr von ihren Problemen erzählen möchten.

Negativ Beispiel:

Marie ist 9 Jahre alt und kommt wütend und verzweifelt nach Hause, da Luis sie in der Schule ständig beschimpft und sogar sie körperlich angreift, indem er sie zum Beispiel schubst. Die Mutter hört sich die Sorgen von Marie an, ist völlig aufgebracht und handelt sofort, indem sie die Mutter von Luis anruft oder bei der Klassenlehrerin einen Termin vereinbart.
In dem genannten Beispiel entscheidet die Mutter über den Kopf der Tochter hinweg, wie das weitere Vorgehen aussieht. Marie fühlt sich unverstanden und es besteht die Gefahr, dass sie ihrer Mutter das nächste Mal bei einem Problem nicht einbeziehen wird.

Die Kinder wünschen sich in erster Linie von ihren Eltern ein offenes Ohr für ihre Probleme zu bekommen. Sie möchten sich von ihren Eltern verstanden fühlen. Die Kinder wachsen durch ihre Probleme. Beziehen die Eltern ihr Kind bei der Lösungsfindung mit ein, steigert dies enorm das Selbstbewusstsein des Kindes.

Positiv Beispiel:

Marie ist 9 Jahre alt und kommt wütend und verzweifelt nach Hause, da Luis sie in der Schule ständig beschimpft und sogar sie körperlich angreift, indem er sie zum Beispiel schubst. Die Mutter hört sich die Sorgen von Marie an und nimmt Anteil an Maries Gefühlen. „Das war echt gemein von Luis. Ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass du wütend bist. Ärgert dich Luis bereits länger? Macht er das auch mit anderen Kindern? Lass uns zusammen eine Lösung für dein Problem finden. Du bist nicht alleine, zusammen schaffen wir das.“

  • Gib deinem Kind die Zeit dir alle Probleme erzählen zu können
  • Stelle kluge Fragen, um noch mehr zu erfahren
  • Nimm Anteil an den Gefühlen deines Kindes (spiegel sie)
  • Lass negative Gefühle zu, damit dein Kind diese nicht in sich hineinfrisst
  • Erarbeitetet gemeinsam eine Lösung

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