Warum Kinder nicht Jedem ihren Namen sagen müssen

Unser Name ist genauso wie unser Körper etwas im höchsten Maße Persönliches. Zu unserer Geburt erhalten wir den Namen und nach unserem Tod findet man ihn noch auf unseren Grabstein stehen. Der Name ist das Erste was wir erhalten und er ist vielleicht das Letzte was von uns bleibt. Es gibt kein dazwischen, wo wir ohne unseren Namen leben. Das ganze Leben begleitet er uns, wir identifizieren uns mit ihm und er ist ein Teil unseres Seins. Wer den Namen einer Person kennt, kann in Kontakt mit ihr treten und auf irgendeiner Weise Einfluss auf sie ausüben.
In naturverbundenen Völkern zählt der Name eines Menschen sogar als etwas Magisches und istein Wegweiser für ihr Leben. Je nach Taten und persönlichen Interessen kann sich auch ihr Namen dementsprechend verändern.Den wahren Namen einer Person zu kennen, heißt den Lebensweg und ihre seelische Veranlagung zu kennen. In den Volksmärchen wird auch die Wichtigkeit und die magische Kraft der Namen behandelt. In dem Märchen Rumpelstilzchen von den Brüdern Grimm verlangte das Männlein nach dem Kind der Königin, da sie in seiner Schuld stand. Es gab nur einen Ausweg für die Königin, nämlich den wahren Namen dieses Männlein zu erraten. Mit Hilfe eines Boten gelang es der Königin den richtigen Namen und somit das wahre Naturell von Rumpelstilzchen zu erfahren und durfte somit ihr geliebtes Kind behalten.

In unserer modernen Welt gehen wir zum Teil recht oberflächlich mit den Namen unserer Kinder um. Bei der Namensgebung spielt öfters die Bedeutung des Namens eine geringfügige Rolle oder die Eltern kennen überhaupt nicht die Bedeutung des Namens ihres Kindes, welches ein Teil ihres Seins wird.Die Redewendung: „Schlimmer geht`s immer“ passt zu folgenden Namenswahlen: „Rosa Schlüpfer, Claire Gruppe, Axel Schweiß oder Plazenta.“ Es gibt noch zahlreiche Mehr von diesen skurilen Namen und die Kinder sind bereits nach ihrem ersten Atemzug auf eine sehr negative Art und Weise geprägt für ihr Leben.

Viele Eltern verstehen nicht, dass der Name etwas genauso Höchstpersönliches wie der eigene Körper ist. Übertriebene Höflichkeitsrituale führen zu einem Missachten bzw. Übergehen des Bauchgefühls und der Intuition. Eine übliche Kontaktaufnahme in unserer Gesellschaft ist es nach dem Namen zu fragen. Was ist nun, wenn unser Kind einfach stumm bleibt? Vielleicht hat das Kind einfach keine Lust mit dem Fremden zu reden oder es ist schüchtern oder das Bauchgefühl des Kindes rät ihm seinen Namen diesen Fremden nicht zu verraten.Aufgrund einer konditionierten übertriebenen Höflichkeit schämen sich die Eltern über die Unfreundlichkeit ihres Kindes und übergehen ihr Kind, indem sie den Namen des Kindes dem Fremden weitersagen: „Mein Kind hat nicht gut geschlafen und ist daher im Moment unhöflich, sie heißt Marie.“ In dem Moment haben die Eltern unbewusst eine intime Grenze ihres Kindes überschritten. Eine bessere Herangehensweise von den Eltern wäre gewesen ihr Kind direkt zu fragen, ob sie ihren Namen sagen möchte. Falls sie nickt und ihn nicht selbst aussprechen möchte, können die Eltern dies übernehmen. Schüttelt allerdings das Kind den Kopf, sollten die Eltern die Entscheidung ihres Kindes akzeptieren und sich nicht über ihren Willen hinwegsetzen. Verraten die Elternohne das Einverständnisihres Kindes den Namen lernen die Kinder, dass es in Ordnung ist, wenn jeder ihren Namen erfährt.

Das Kind sollte jedoch immer über die Weitergabe des Namens entscheiden und nicht die Eltern. Der Name ist ein Türöffner, also eine Einladung zur Kontaktaufnahme und ein Einverständnis, dass wir an ein weiteres Kennenlernen interessiert sind. Es ist nicht unhöflich seinen Namen nicht Preis geben zu wollen und sein Naturell nicht jedem Fremden an die Hand zu geben.
Wir Eltern sollten sogar in Bezug auf die Sicherheit unserer Kinder darin unterstützen auf ihre Intuition zu hören und ihnen die freie Wahl des Namen Weitersagenslassen. Die Täter sind bestrebt das Vertrauen der Kinder zu gewinnen, um sie später an einen bestimmten Ort ihres Begehrens locken zu können, um dann das vorher gewonnene Vertrauen dort wieder missbrauchen zu können.Vielen Kindern wurde es mühevoll von den Eltern anerzogen zu jedem Menschen höflich sein zu müssen. Dies hat zur Folge, dass aufgrund der übertriebenen Höflichkeitskonditionierung, das Kind gelernt hat, seinem Bauchkribbeln keine Beachtung zu schenken und auch seineinnere warnendeStimmezu überhören und dem Täter seinen Namen zu offenbaren. Dem Täter fällt es nun wesentlich leichter Einfluss auf das Kind auszuüben, da der Fremde zu einem Bekannten für das Kind geworden ist. Schließlich kennt er ja auch schon seinen Namen.Die Wahrscheinlichkeit dem Lockversuch eines Bekannten nachzugeben ist wesentlich größer als bei einem Fremden.

Aus diesem Grund sollten die Kinder keine T-Shirts, Kappen oder offensichtlich Schulranzen mit ihrem Namen tragen. Auch sollten die Eltern aus diesem Grunde keine Namenaufkleber von den Kindern auf ihre Autos kleben.

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